Fontanestadt Neuruppin

Die Fontanestadt Neuruppin galt schon immer, vor den Toren Berlins gelegen, als besonderes Ausflugsziel. Romantisch am See gelegen, zieht es auch heute noch viele Besucher in seinen Bann. Frisch saniert präsentiert sich das beschauliche Städtchen mit seiner bewegten Geschichte, in dem auf den Spuren der Vergangenheit so manches Interessantes zu erfahren ist.

Das Fontane Denkmal von Max Wiese zu Beginn der Innenstadt ehrt den bekanntesten Sohn der Stadt, wenn auch nicht wirklich geklärt ist, ob dieses Denkmal Fontane selbst zur Freude gewesen wäre. Die Uferpromenade lädt zum Gedankenspinnen und Lustwandeln ein und bietet Blicke auf die mittelalterliche Stadtmauer und die Klosterkirche von Neuruppin. Die Silhouette der Klosterkirche zählt zu den Wahrzeichen des Städtchens und dient als Veranstaltungsort für zahlreiche Konzerte. Die Silhouette wird heute ergänzt durch eine 17 m hohe Skulptur mit den Namen Parzival am See, die zur Verleihung des Namens „Fontanestadt“ gesponsert wurde. In vielen kleinen Museen wandert der Gast auf den Spuren vergangener Zeiten und darf sich von Fontane und der Lebensart seiner Zeitgenossen beeindrucken lassen. Besonders verlockend ist natürlich eine Schifffahrt auf dem längsten See im Land Brandenburg, von wo aus sich die schöne Landschaft der Ruppiner Schweiz besonders liebenswert erschließt.

Ein Ausflug lohnt sich nach Rheinsberg, dem Tucholskystädtchen. Am See gelegen bietet sich bei Kaffee und Kuchen im Tucholsky-Café ein gedanklicher Spaziergang in das einstige Lebensgefühl des großen Schriftstellers, das auch in manchen Aufführungen der Musikakademie und Kammeroper von jungen Künstlern aufgenommen und umgesetzt wird. Das Rheinsberger Schloss beherbergt ein kleines Literaturmuseum und bietet, am See gelegen, zauberhafte Blicke über Park und Landschaft. Kein Wunder, dass sich hier die Adelsgeschlechter ein kleines Paradies erbauten.